
Der deutsche Begriff „Beteiligungskapital“ entspricht dem angelsächsischen „Private Equity“. Private Equity oder auch Beteiligungskapital ist eine eigene Anlageklasse des Kapitalmarktes, bei der Investitionen in die Finanzierung von nicht börsennotierten Unternehmen getätigt werden. Das Wort „Private“ charakterisiert den nicht öffentlichen Charakter dieser Anlageklasse.


Eine Studie der European Private Equity and Venture Capital Association (EVCA), die vom Center for Entrepreneurial and Financial Studies an der Technischen Universität München (CEFS) durchgeführt wurde (EVCA,Kurzfassung Nov. 2005; Der Beitrag von Private Equity und Venture Capital zur Beschäftigung in Europa), zeigt folgende Ergebnisse:
Im Zeitraum von 2000 bis 2004 sind durch europäische Private Equity und Venture-Capital finanzierte Unternehmen zusätzlich 1.000.000 Arbeitsplätze geschaffen worden. Hiervon entfallen 420.000 neue Arbeitsplätze auf durch Buy-out-finanzierte Firmen. Die Beschäftigung in den Portfolio-Unternehmen (Private Equity und Venture-Capital) ist damit im betrachteten Zeitraum um 5,4 Prozent jährlich gestiegen. Das entspricht dem Achtfachen des jährlichen Wachstums der Gesamtbeschäftigung in den 25 Mitgliedsstaaten der EU.
Im Zeitraum 1997 und 2004 betrug das Beschäftigungswachstum im Buy-out-Segment 2,4 Prozent jährlich. Das entspricht etwa dem Vierfachen des jährlichen Wachstums der Gesamtbeschäftigung in den 25 Mitgliedsstaaten der EU (0,7 Prozent) zwischen 2000 und 2004. Im selben Zeitraum hatten 67 Prozent der Buy-out-finanzierten Unternehmen eine konstante Belegschaft oder steigerten die Anzahl der Mitarbeiter. in 33 Prozent der Unternehmen wurde die Belegschaft um 5 Prozent jährlich erhöht. Buyout-Transaktionen in Familienunternehmen verzeichneten den höchsten Beschäftigungszuwachs mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 7 Prozent nach dem Buy-out.
Die Deutsche Bank weist in ihrer Veröffentlichung vom 26. Januar 2005 ebenfalls auf den Zusammenhang zwischen einem stabilen Beteiligungsmarkt und einem gesamtwirtschaftlichen Wachstum hin (DB Research Nr. 49, 26. Januar 2005).

Private Equity Investitionen umfassen Venture Capital (Wagnis- oder Chancenkapital) in frühen Phasen der Unternehmensentwicklung und Expansionskapital zur Finanzierung des Ausbaus von etablierten Unternehmen. Hierzu gehören die Finanzierungsarten des Management Buy-outs (MBO) oder Leverage Buy-outs (LBO). Aber auch andere Finanzierungssituationen und -anlässe sind möglich. Bei all diesen Investitions-Modellen wird dem Unternehmen Beteiligungskapital als Eigenkapital zugeführt. Folgende grundsätzliche Arten der Finanzierung im Entwicklungsprozess eines Unternehmens sind zu unterscheiden:

Die AURORA Private Equity GmbH & Co. KG strebt für ihr Investment – und damit für ihre Anleger – eine attraktive Rendite des eingesetzten Investitionskapitals an. Diese Rendite wird in erster Linie aus der erfolgreichen Veräußerung des jeweiligen Unternehmens nach einer angemessenen Haltedauer erwirtschaftet. Der unternehmerische Erfolg spiegelt sich dabei in der Wertsteigerung der jeweiligen Portfolio-Unternehmen im Laufe der Haltedauer wider.

Die AURORA Private Equity Management GmbH kann den Portfolio-Unternehmen über Netzwerkkontakte Know-how und Management-Expertise zur Verfügung stellen. So können durch Verbindung von Kapital und Expertise in den Unternehmen die richtigen Entscheidungen getroffen und gewinnträchtige Investitionen getätigt werden. Dies wiederum steigert den Unternehmenswert der Portfolio-Unternehmen zum Vorteil eines jeden Anlegers. Schlüsselfaktoren für eine maximale Performance sind die Identifizierung der richtigen Unternehmen, die Beteiligung zu attraktiven Konditionen, die überdurchschnittliche Wertsteigerung des Unternehmens während der Haltephase und die Realisierung der Wertschöpfung beim Verkauf.
Bereits im Vorfeld der Investition kommt es darauf an die „Spreu vom Weizen“ zu trennen und zukunftsorientierte, solide und wachstumsstarke Unternehmen mit Potenzial zu identifizieren, zu bewerten und am Ende des Beteiligungsprozesses im Markt zu attraktiven Konditionen zu platzieren. Der Selektionsprozess verlangt von den Beteiligungsmanagern ein hohes Maß an Einfühlungsvermögen für Marktgegebenheiten, fachliches Können hinsichtlich der Bewertung von Unternehmen sowie ein ausgeprägtes Verhandlungsgeschick.
Um attraktive Portfolio-Unternehmen zu finden, muss eine Vielzahl von Unternehmen in Augenschein genommen werden. Dies ist mit einem nicht zu unterschätzenden zeitlichen und finanziellen Aufwand verbunden, den die AURORA Private Equity Management GmbH leisten und tragen wird. Nach Investition müssen die Portfolio-Unternehmen begleitet und beaufsichtigt werden. Dabei gilt es sicher zu stellen, dass die mit dem jeweiligen Management vereinbarten Ziele auch erreicht und so dieerwünschten Renditen erwirtschaftet werden.

Wegen des Einsatzes von Know-how, von finanziellen und zeitlichen Ressourcen sowie des hohen Mindestkapitaleinsatzes waren Private Equity Investments bislang institutionellen Anlegern oder sehr vermögenden Privatpersonen vorbehalten. Darüber hinaus war diese Anlagemöglichkeit vielen privaten Anlegern auch nicht bekannt.
Die nachfolgende Darstellung zeigt, dass in Europa die privaten Anleger, die im Jahre 2004 von dieser renditestarken Vermögensanlage Gebrauch machten, einen Anteil von ca. 8 Prozent am gesamten eingeworbenen Kapital hatten. Im Jahre 2003 betrug dieser Anteil 3,2 Prozent. Dies zeigt dass dieses Investment für den privaten Anleger immer mehr an Attraktivität gewinnt und als Beimischung im Privat-Portfolio zunehmend genutzt wird.
PRIVATE EQUITY INVESTOREN IN EUROPA
Das in Europa eingeworbene Kapital stieg von Mio. € 27.020 im Jahre 2003 auf Mio. € 27.451 im Jahre 2004 um 1,6 Prozent (Annual Survey of Pan-European Private Equity & Venture Capital Activity, EVCA Yearbook 2005). Damit zeigt sich nach Jahren der Stagnation nach dem Platzen der Internetblase eine leichte Erholung des Marktes. Für Deutschland ergibt sich für das Jahr 2004 das untenstehende Bild.
PRIVATE EQUITY INVESTOREN IN DEUTSCHLAND

Es ist wird deutlich, dass in Deutschland weniger Privatpersonen (4 Prozent) als im übrigen Europa (8 Prozent) in diese Anlageform investieren. Auf Grund der anders strukturierten Altersversorgung in Deutschland fehlen die Pensionskassen als Investor völlig. In Deutschland stieg das eingeworbene Kapital von Mio. € 1.191 in 2003 auf Mio. € 1.983. in 2004 (Annual Survey of Pan-European Private Equity & Venture Capital Activity, EVCA Yearbook 2005).


Die AURORA Private Equity GmbH & Co. KG wird vorwiegend in Buy-outs investieren. Buy-outs haben im Vergleich zu anderen Transaktionsarten, z.B. Early-Stage-Investments, ein deutlich besseres Chancen-Risiko-Profil. In aller Regel handelt es sich um Investments in Unternehmen, die bereits eine feste Position im Markt einnehmen und auf Wachstumskurs gehen. Start-up- oder Early-stage-Investments sind aufgrund der frühen Phase des Unternehmensentwicklung, in der der Kapitalzufluss erfolgt, mit größeren Unsicherheiten und höherem finanziellem Risiko behaftet. Betrachtet man die von der European Venture Capital Association (EVCA) gemachten Angaben, so ergibt sich für das Segment der Buy-outs eine Netto-IRR-Rendite (nach Abzug der Kosten der Fondsgesellschaft) von 12,5 Prozent über einen Zeitraum von 10 Jahren zum Stichtag 31. Dezember 2004. Im selben Zeitraum lag die Netto-IRRRendite bei allen untersuchten Private Equity Fonds im Durchschnitt nur bei 10,4 Prozent. Legen wir das oberste Quartil der Buy-out-Fonds zu Grunde, so ergibt sich im gleichen Betrachtungszeitraum eine IRR-Rendite von jährlich 34,8 Prozent, bei den PrivateEquity Fonds im Durchschnitt nur 31,0 Prozent.
Das von der AURORA Private Equity GmbH & Co. KG anvisierte Buy-out-Segment erwies sich damit als das renditestärkste Segment innerhalb des Private Equity Marktes. In der unteren Abbildung sind diese Daten als Performancevergleich dargestellt.
Auch im Renditenvergleich zu anderen Anlageformen wie beispielsweise Aktien oder Sparbriefen schneiden Private Equity Anlagen besser ab.
Die rechte Abbildung zeigt die durchschnittlichen Jahresrenditen von Private Equity Anlagen im Vergleich zu anderen Anlageformen für einen zurückliegenden Zeitraum von 20 Jahren.
In der Vergangenheit erzielte Renditen bieten keine Garantie für künftig zu erwartende Renditen. Neben der Auswahl des Investitionssegmentes ist nach der untenstehenden Tabelle die Größe des Buy-out Fonds ein weiterer Erfolgsfaktor. Es zeigt sich, dass kleine und mittlere Buy-out Fonds besser in der Performance liegen als große Buy-out Fonds und damit eine hohe Attraktivität für die Investoren besitzen.

US Private Equity Performance Benchmarks. US Limited Partnerships Formed 1969 - 2001.
Investment Horizon Returns Net to Investors as of 12/31/01 (*)

Mit einem geplanten Kommanditkapital von € 50 Mio. ist die AURORA Private Equity GmbH & Co. KG zu den „Small Buy-out funds“ zu zählen und gehört damit zum attraktivsten Buy-out-Segment.

Das Ergebnis einer vom Bundesfinanzministerium beim Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Auftrag gegebenen Studie (ZEW, Mannheim, 23.05.2005, Private Equity im internationalen Vergleich, Analyse der Rahmenbedingungen und Schlussfolgerungen für Deutschland) zeigt, das sich die Rahmenbedingungen für Private Equity in Deutschland in den vergangenen Jahren insbesondere auf dem Gebiet der Besteuerung wesentlich verbessert haben. Aufgrund dieser steuerlichen Verbesserung sowie der Nachfolgeproblematik im deutschen Mittelstand, der Umstrukturierung größerer Konzerne und der Verknappung des Zugangs zurFremdfinanzierung wird der deutsche Markt für Private Equity Gesellschaften weiter an Attraktivität gewinnen.

Die AURORA Private Equity GmbH & Co. KG erwirbt –jeweils über eine zwischengeschaltete Holding - direkt Beteiligungen an mittelständischen Unternehmen, die sich durch eine starke Substanz, einen positiven Cashflow, ein großes Wachstumspotenzial auszeichnen und im Markt seit geraumer Zeit eingeführt sind. Durch eine Streuung der geplanten Investitionen in Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen und mit verschiedenen Geschäftsmodellen soll bei optimaler Rendite eine Reduzierung des Anlagenrisikos erreicht werden. Das Risikoprofil liegt bei einer derartigen Diversifikationsstrategie erheblich unter dem Anlagerisiko bei einem einzelnen Direktengagement (EIF, European Investment Fund, Januar 2004).


Die Investitionsstrategie der AURORA Private Equity GmbH & Co.KG stützt sich auf die folgenden vier Säulen:


Die Portfolio-Unternehmen werden in einem Auswahlverfahren identifiziert. Dieser arbeitsintensive Ablauf umfasst verschiedene Stufen. Dazu gehören das Identifizieren der Portfolio-Unternehmen, die Bewertung, die Prüfung, die Due Diligence und die endgültige Investitionsentscheidung. Dabei finden auch makroökonomische Einflussfaktoren wie beispielsweise Unternehmensphase, Branche,
Zukunftsaussichten des Industriesektors und des Standortes ihren Niederschlag.
Bei dem genannten Auswahlprozess spielt das Timing des Investitionszeitpunktes eine entscheidende Rolle. Unternehmen durchlaufen in der Regel einen Wertentwicklungszyklus. Dieser kann von der Branche, in dem das Unternehmen tätig ist, oder von der Entwicklungsphase, in dem sich das Unternehmen befindet, abhängig sein. Jede Situation erfordert vom Fondsmanagement eine maßgeschneiderte Strategie, um den optimalen Beteiligungszeitpunkt, der durch das Verhältnis zwischen Risiko undPotenzial der Wertsteigerung gekennzeichnet ist, zu treffen.

Im Vorfeld wird dezidiert geprüft, ob das künftige Portfolio-Unternehmen die Kriterien Substanzhaltigkeit, Cashflow, Management und Zukunftsperspektive erfüllt. Dies bedeutet im Einzelnen:


Die Laufzeit der Kommanditgesellschaft beträgt voraussichtlich 10 Jahre. Während dieser Zeit werden von der Kommanditgesellschaft verschiedene Phasen durchlaufen.

Diese lassen sich ganz allgemein wie folgt einteilen:
Investition,Wertsteigerung und Desinvestition.

Gegenüber Geldanlagen in öffentlich gehandelte Anleihen oder Aktien bieten professionelle Investitionen der AURORA Private Equity GmbH & Co. KG im Private Equity Markt eine Reihe von Vorteilen. Aufgrund der Intransparenz des Private Equity Marktes fällt die Bewertung von nicht börsennotierten Unternehmen in der Regel niedriger aus, als es bei einem gleichartigen, börsennotierten Unternehmen der Fall wäre. Hierfür gibt es zwei Ursachen:
Im Gegensatz zu einer Beteiligung im Aktienmarkt, bei der Anleger eine eingehende Prüfung des Unternehmens, jenseits des vom Unternehmen zur Verfügung gestellten standardisierten Informationspaketes nicht vornehmen kann (Insiderhandel), bietet sich im Private Equity Markt die Möglichkeit, Unternehmen im Vorfeld intensiv zu überprüfen und damit das Risiko einer Beteiligung wesentlich besser einzuschätzen.
Die Kontrolle über eine börsennotierte Gesellschaft ist im Aktiengesetz festgeschrieben und erfolgt in der Regel über einen Aufsichtsrat. Eine substantielle Eigentümerposition erlaubt der AURORA Private Equity Management GmbH anders als bei Anlegern einer börsennotierten Gesellschaft eine effizientere Überwachung des Managements des Portfolio-Unternehmens und damit die Aufdeckung undBehebung etwaiger Schwächen zu einem frühen Zeitpunkt.

Das in die Beteiligungsgesellschaft durch die Anleger eingebrachte Kapital wird zum Aufbau eines Unternehmens-Portfolios verwendet werden. Neben der Verpflichtung, Beteiligungskapital zur Verfügung zu stellen, muss die Kommanditgesellschaft in der Fondsanlaufphase auch die einmaligen und im weiteren Verlauf wiederkehrenden Kosten tragen. Diese Kosten reduzieren anfänglich das durch die Anleger eingebrachte Kommanditkapital.
Ziel ist es, das Anlagekapital zu 100 Prozent zu investieren. Das Beteiligungskonzept der AURORA Private Equity GmbH & Co. KG sieht daher vor, dass die vorab einmalig angefallenen Initiierungskosten im Nachhinein durch Beteiligungsüberschüsse wieder aufgefüllt und ebenfalls investiert werden. Dadurch wird sichergestellt, dass das in die Gesellschaft eingebrachte Kapital der Anleger nahezu vollständig für Investitionen in Unternehmensbeteiligungen zur Verfügung steht und damit die Renditechancen optimal ausgenutzt werden. Ob das Kommanditkapital tatsächlich vollständig investiert werden kann, hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, die nicht beeinflussbar sind. Diese Faktoren sind zum Beispiel der Zeitraum innerhalb dessen das Kommanditkapital vollständig investiert werden kann, die endgültige Anzahl der Portfolio-Unternehmen, die Höhe der einzelnen Beteiligungen und der Zeitpunkt der ersten
Rückflüsse.
Die Höhe der Rendite wird nicht nur durch die Veräußerungserlöse der Unternehmensbeteiligungen, sondern auch durch die Investitionsquote, d.h. wie viel von dem gesamt zur Verfügung stehenden Fondsvolumen tatsächlichinvestiert werden, beeinflusst.